Das Jahr 2012: Neues für die Eigentümer von Immobilien

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wohnblockDas neue Jahr bringt für Immobilieneigentümer Veränderungen – bei der Vermietung an Angehörige zum Beispiel, bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ändern sich einige Förderprogramme und auch steuerlich gibt es Neuigkeiten. [Ein Beitrag von Sonja May, Redaktion wohnungsbesitzer.de]



Erleichterung beim Vermieten an Angehörige

Ab Januar wird es leichter, an Angehörige zu vermieten, denn das Steuervereinfachungsgesetz verzichtet auf die Prognose der Gewinnerzielungsabsicht, wenn die Miete mindestens 66 % der ortsüblichen Vergleichsmiete erreicht und ein regulärer Mietvertrag abgeschlossen wurde. Bei Mieteinnahmen unterhalb von 66 % kann die Anerkennung von Werbungskosten aus Verpachtung und Vermietung durch das Finanzamt niedriger ausfallen, gleichgültig, ob an Verwandte oder andere Personen vermietet wird.

Förderkredite der KfW

Die Förderung des altersgerechten Umbaus von Immobilien wird fortgeführt durch die Bereitstellung zinsgünstiger Kredite. Damit können z. B. Wohnungsflure erweitert oder Aufzüge eingebaut werden. Das Förderprogramm „Wohnraum Modernisieren (141)“ für allgemeine Instandsetzung und Modernisierung wird allerdings beendet, doch sind Beihilfen noch möglich bei besonders energieeffizienten Bauverbesserungen. Zinsgünstige Kredite werden durch das „Wohneigentumsprogramm (124/134)“ für den Bau oder Erwerb selbst genutzter Immobilien vergeben, wobei ab 2012 die Förderung von preiswerten Immobilien (bis ca. 166.000 Euro) vorteilhafter wird. 

 Grunderwerbsteuer steigt

Der deutschlandweite Trend zur höheren Grunderwerbsteuer setzt sich fort. 2012 werden Schleswig-Holstein und die Rheinland-Pfalz ihren Steuersatz von bisher 3,5 % auf 5 % anheben. Bei einem Immobilienpreis von beispielsweise 150.000 Euro fällt dann Steuer in Höhe von 7.500 Euro an (statt 5.250 Euro).
 
Ausblick

Für das kommende Jahr ist eine neue Energieeinsparverordnung (EnEV) geplant, mit der eine Energiegebäuderichtlinie der EU bis Juli 2012 umgesetzt werden muss. Hier wird sich für Vermieter die Aushangpflicht von Energieausweisen in Mietshäusern ändern, und zukünftig sollen Anzeigen für Vermietung/Verkauf auch Hinweise auf die Gesamtenergieeffizienz enthalten. Im Frühjahr wird außerdem mit den Beratungen zur Mietrechtsreform begonnen, wobei die Bekämpfung der sogenannten „Mietnomaden“ ein wesentlicher Punkt ist.

Sonja May, Redaktion wohnungsbesitzer.de



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