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Der ehrbare Kaufmann - Ein Zukunftsmodell (Teil 2) |
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Montag, 13. April 2009 |
Köln: Die Wirtschaftskrise vernichtet nicht nur materielle Werte. Sie
greift auch immaterielle Werte wie Solidarität und verantwortliches
Handeln gegenüber dem Einzelnen und der Gesellschaft an. Davor warnt
die Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie und
Beratung (GwG), europaweit einer der größten Fachverbände für
Psychotherapie und Beratung.
Fortsetzung, Teil 2
Was sollten Unternehmen tun? - Gemeinsam mit der Belegschaft die Krise bewältigen
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Realistische (Rendite-)Ziele formulieren. Radikales Umsteuern weist darauf hin, dass entweder die vorher praktizierte Geschäftspolitik überzogen war oder Panik statt Besonnenheit in der Geschäftsleitung regiert.
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Für Transparenz wesentlicher Entscheidungen gegenüber der Belegschaft und der Öffentlichkeit sorgen. Die Beschäftigten sind bereit, Härten mitzutragen, wenn sie sich ernst genommen fühlen und eine Perspektive daraus erwächst.
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Das kollektive "Wurstschnappen" beenden. Arbeitsethos wurde zunehmend durch variable Vergütungssysteme in Frage gestellt. Auswüchse bei Anreizen und Boni haben zu kurzfristigem und risikoreichem Verhalten geführt. In den Unternehmen formulieren Goethes Zauberlehrlinge Zielvereinbarungen, die sie in der Folge nicht mehr beherrschen.
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Wenn bisher von wertorientierter Führung gesprochen wurde, war häufig nur "shareholder value" gemeint. Nachdem die Wirtschaftskrise die Aktienkurse abstürzen ließ, wird der Ruf nach anderen Werten wie Glaubwürdigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit laut.
Was ist von staatlicher Seite zu tun? - Volksvertreter statt Parteigänger werden gebraucht
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Auf Aktionismus verzichten und auch in Wahlkampfzeiten verantwortlich handeln. Bei Entscheidungen der Expertise Vorrang vor dem Kalkül auf Wählerstimmen geben. Die Gefahr populistischer Maßnahmen, die wirkungslos verpuffen, ist groß.
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Standhalten statt flüchten. Glaubwürdigkeit schwindet, wenn Postulate, wie die Senkung der Staatsverschuldung, ins Gegenteil verkehrt werden.
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Nicht nach Gutdünken einzelne Unternehmen und Banken unterstützen und damit den Wettbewerb verzerren.
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Das Tabu um das Thema Geld aufheben und in breiten Bevölkerungskreisen das Wissen darüber vermehren. Über persönliches Einkommen und Vermögen wird in Deutschland kaum gesprochen. Wer sich damit beschäftigt, so wird kolportiert, hat entweder zu viel davon oder er hat es nötig. Um Kompetenz in Finanzfragen aufzubauen, sollte der Umgang mit Geld in das Curriculum der Schulen integriert werden. Dazu sind die Lehrkräfte entsprechend zu trainieren
Fortsetzung folgt...
Prof. Dr. Michael Krämer, Fachhochschule Münster, Fachbereich 08
Corrensstr. 25, 48149 Münster
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 25. April 2009 )
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