Wie fädeln unseriöse Vermittler den Verkauf einer Schrottimmobilie ein? PDF Drucken E-Mail
INFOS ZUR SCHROTTIMMOBILIE
Samstag, 24. Januar 2009

Die Telefonakquise: Über das Telefon wird gezielt Angst verbreitet. Das kann/konnte die Einführung des Euro sein, die unsichere Aussicht auf ausreichende Rentenzahlung oder Altersarmut. Psychologisch besonders geschulte Vertriebsmitarbeiter bringen immer das passende Argument bei skeptischen Nachfragen. Zudem öffnete den Vermittlern das Stichwort ´Steuern sparen´ schnell Tür und Tor.

Den Freundes- und Bekanntenkreis: Persönliche Vertrauensverhältnisse werden gezielt ausgenutzt. Es wird damit geworben, dass der Freund, Nachbar oder Verwandte „ja auch bereits ein entsprechendes Angebot wahrgenommen hätte“ und nur noch vereinzelte Wohnungen im Angebot seien, da alle anderen schnell verkauft waren.

„Sparen Sie Steuern!“ Das klingt positiv. Der Wert der Immobilie, die Finanzierung oder die langfristigen finanziellen Folgen spielen keine Rolle. Das eigentliche Rechtsgeschäft – der Erwerb der Immobilie – bleibt Nebensache.

Folgende Aussagen sind typisch:

Aussagen wie „Wertsteigerung ohne Eigenkapital“ oder „Sachwert statt Geldwert“

„Innerhalb weniger Jahre ist Ihre Immobilie zum nutzbarem Kapital geworden.“ Solche Aussagen hörten Betroffene immer wieder. Gegen einen überschaubare monatliche Darlehensrate und die monatlichen Zuflüsse durch Mieteinnahmen und Steuerersparnisse könne bei einem Verkauf des Objekts nach einigen Jahren ein erheblicher Gewinn erzielt werden.

Negative Sachverhalte werden gezielt verschwiegen: Es gibt u.U. gar keine Baugenehmigung oder im Kaufpreis der Immobilie waren hohe Provisionen für den Vertrieb versteckt (´Weiche Kosten).

Die Geber der Mietgarantien, der Bauträger und die Verwaltung der Immobilien „steckten oft unter einer Decke“.
Bau- oder andere Strukturmängel konnten so leicht verschleiert werden – bis durch deren Konkurs nichts mehr zu holen war.

Verträge werden innerhalb kürzester Zeit – ohne Zeit zum kritischen Nachdenken – vorgelegt und zum schnellen Abschluss gedrängt.
Oft erfolgte der Termin beim Notar nur wenige Stunden nach dem Entschluss zum Kauf bzw. nach der Unterschrift unter den Darlehensvertrag.

Oft wurde eine notarielle Vollmacht unterschrieben
, die einem Dritten – einem „Treuhänder“ – Rechte einräumt, für den Vollmachtgeber weitreichende Verträge (Haftung, Risiken, ...) abzuschliessen. Die Anwesenheit eines Notars schaffte zudem bei den Betroffenen grosses Vertrauen.

Das Vertrauen der Betroffenen gegenüber der finanzierenden Bank spielte ebenso eine sehr grosse Rolle.
Oft erzählen die Kreditnehmer später: „Ich dachte, wenn das die xy-Bank finanziert und uns zudem eine Schätzgebühr im Darlehensvertrag berechnet hat, dann hat die Sache Hand und Fuß und ist in Ordnung.“


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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 25. Januar 2009 )
 

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Termine

 

IG-Sitzung Bankdiplomatie in Leipzig (statt Magdeburg) am 31.07.2010 

Thema: Zwischen-/Erkenntnisstand der Interessengemeinschaft ETW Magdeburg, Sachstand Bankdiplomatie
Terminvereinbarung unter 0800/8008044 (gebührenfrei anrufen)
 
Vortrag in Verbraucherzentrale in Dresden am 11.08.2010
Ort: Dresden
Thema: Schrottimmobilie gekauft? - Fehlkauf? - Lösungswege
Referent: Thomas Kerscher
Terminvereinbarung unter 0800/8008044 (gebührenfrei anrufen) oder unter 0351/4593484 (Verbraucherzentrale Dresden)
 
Vortrag in Verbraucherzentrale in Dresden am 10.11.2010
Ort: Dresden
Thema: Schrottimmobilien? Interessengemeinschaft sinnvoll?
Referent: Thomas Kerscher
Terminvereinbarung unter 0800/8008044 (gebührenfrei anrufen) oder unter 0351/4593484 (Verbraucherzentrale Dresden)