Schrottimmobilie gekauft? Bin ich betroffen? Eine erste Bestandsaufnahme hilft
Dienstag, den 29. November 2011 um 00:00 Uhr
BANKDIPLOMATIE ALS LÖSUNGSWEG
Landläufig gilt eine Immobilie als gute Kapitalanlage, doch werden auch sogenannte Schrottimmobilien verkauft, die diese Versprechen nicht einhalten. Kommen nach dem Kauf Bedenken hinsichtlich der Immobilie auf, so empfiehlt es sich, erst einmal eigene Nachforschungen vorzunehmen:Recherchieren Sie im Internet!
Der erste Gang führt ins Internet – es gibt viele Blogs und Artikel, die sich mit konkreten Bauprojekten befassen. Falls Sie selber keinen Zugang zum Internet haben, bitten Sie Bekannte oder Freunde und bereiten Sie sich vorab mit einer Liste von Suchbegriffen vor. (Namen Ihres Bauträgers, des Immobilienvermittlers, der Wohnanlage, usw.)
Besichtigen Sie die Immobilie!
Sie haben Ihre Immobilie noch nie gesehen? Dann wird es jetzt höchste Zeit dafür – besichtigen Sie Ihr Kaufobjekt und die Umgebung und sprechen Sie in Wohnanlagen Bewohner an, um mehr über andere Eigentümer und deren Kaufkonditionen zu erfahren.
Überprüfen Sie Ihre Finanzierung!
Nehmen Sie ein leeres Blatt Papier und listen Sie alle Einnahmen und Ausgaben durch die Immobilie auf. Vergleichen Sie tatsächliche Mieteinnahmen mit dem örtlichen Mietspiegel (Zahlen hierzu finden sich meist im Internet bei den örtlichen Gemeinden). Wie sieht Ihre Bilanz aus? Liegen Ihre Einnahmen über den Ausgaben? Können Sie Ihre Immobilie im geplanten Zeitraum abbezahlen?
Kontakt zum Anlagevermittler!
Rufen Sie Ihren Anlagevermittler an und teilen Sie ihm Ihre Bedenken mit. Ein seriöser Vermittler wird sich damit auseinandersetzen und den Sachverhalt mit Ihnen gemeinsam klären.
Falls sich Ihre Zweifel nach diesen Nachforschungen erhärten, sollten Sie auf keinen Fall die Immobilie vorschnell verkaufen, bevor Sie fachmännischen Rat eingeholt haben.
Sollten Sie die Immobilie aber vor dem 1. Januar 2002 gekauft haben, beeilen Sie sich bitte – diese Ansprüche verjähren mit Ablauf von 10 Jahren zum Jahresende 2011.
Fragen zum Thema? Rufen Sie uns an!
Herzlichst
Thomas Kerscher
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